NSU-Senioren besichtigen innovativen Mittelstands-Betrieb

Blick hinter die Kulissen der Binder Gruppe          

Von Karl-Heinz Leitz

Eine an die 60 Personen zählende Senioren-Gruppe der Neckarsulmer Sport-Union erlebte in der letzten Woche eine höchst interessante Besichtigung der Neckarsulmer Firma Franz Binder, Elektrische Bauelemente, die im Rötel ansässig ist. Durch gute Verbindungen mit dem Firmengründer-Ehepaar Franz und Margot Binder – die seit vielen Jahren auch Sponsoren der Sport-Union sind - hatte der NSU-Senioren-Teamchef Bruno Krämer diesen Termin organisiert

Der 81-jährige Seniorchef der weltweit 1200 Mitarbeiter zählenden Binder Gruppe ließ es sich dann auch nicht nehmen, zusammen mit seiner Frau die Neckarsulmer Besucher selbst in Empfang zu nehmen. Nach kurzer Vorstellung seines Unternehmens, das Anfang dieses Jahres das 50jährige Firmenjubiläum feierte und vom Einmannbetrieb zum mittelständischen Unternehmen avancierte, sagte der Gründer, dass man  nach einem wirtschaftlich schwierigen letzten Jahr, in diesem Jahr wieder langsam auf die Überholspur komme. Nach Übergabe kleiner Präsente – darunter die neue NSU-Seniorenmütze - bedankte sich Bruno Krämer seitens der Sportlergruppe, für den freundlichen Empfang für die Betriebsbesichtigung.

Dann übergab Franz Binder auch schon die Besucher an die vier Firmen-Guides, Joachim Keck, Gerald Rockstuhl, Rolf Kunath und Achim Klett, welche die Gruppen dann eindreiviertel Stunden durchs Werk führten. Der hochinteressante und kompetent herüber gebrachte Firmeneinblick führte über die Abteilungen Kunststoff-Fertigung, Werkzeugbau, Lehrwerkstatt, Erodierung, Kabel-Konfektionierung, automatisierte Fertigung, Verpackungsmaschinen, Lagerhaltung und Versandabteilung. Beim Rundgang wurden die Abläufe und der Materialfluss in der Fertigung sehr verständlich erklärt. Eines der Hauptaugenmerke sind dabei ständige Qualitätskontrollen und auch Tests unter Extrembelastung. Anschaulich war auch der Einblick in die Abteilung der Entwickler neuer Produkte, wo zuerst Muster von Hand gefertigt werden, bevor der Werkzeugbau aktiv wird. Die Produktionspalette des Familienunternehmens umfasst rund 8.500 verschiedene Produkte, dabei alle Arten von Industrie-Steckverbindern und Stecker für die Automatisierungstechnik. Zur Verfügung stehen – und disponiert werden müssen dazu 17.000 einzelne Artikel – also eine riesige Bandbreite - um bei der Nachfrage schnell reagieren zu können.

Aufgerundet wurde der Nachmittag für die NSU-Senioren mit einer Einladung in die Werkskantine, wo bei Kaffee und Gebäck sowie einem noch anschließenden Vesper der hochinteressante Binder-Nachmittag ausklang und bei Gesprächen mit dem Seniorchef noch vertieft werden konnte.

 
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