Unvergesslicher Viertagestrip der NSU-Senioren nach Graubünden ins Schweizer Engadin

Berninaexpress - Naturwunder pur - und Kutschenfahrt durchs Fextal

Von Karl-Heinz Leitz

Die Vereinssenioren der Neckarsulmer Sport-Union kehrten am Samstag von einem unvergesslichen und erlebnisreichen Viertagetrip ins Schweizer Engadin mit Standquartier im Hotel „Waldhaus am See“, in St. Moritz, (Graubünden) zurück. Obwohl diesmal nicht das gewohnte „Kaiserwetter“ vorherrschte, hatte hiermit die 47-köpfige Reisergruppe insgesamt viel Glück gehabt: Der vorsorglich mitgenommene Regenschirm kam nicht zum Einsatz. 

Mit den Rosendahl-Worten „Das war einfach spitze“ brachte es dann Faschings-Dekochef Armin Bauder schon bei der Schlusseinkehr bei seinem Kurz-Resümee aktuell auf den Punkt. Für die kameradschaftlich verlaufenen vier klasse Tage kam deshalb bei seinen Dankesworten viel Lob an den Organisator der Reise Senioren-Teamchef Bruno Krämer herüber.

Nun aber der Reihe nach: Schon bei der Anreise über Ulm – Kempten – Bodensee - Bregenz – St. Margrethen - war spätestens nach der gewohnt bestens organisierten Mittagsrast mit warmem Fleischkäse, vom Vereinsboss gesponserten Backwaren, Vereinssekt und anderer Getränke, die Stimmung bestens. Dem setzte dann später nach Zimmerbezug die Hotelleitung des über dem Moritzer-See thronenden „Waldhaus“ mit Cannapees und Aperitiv noch eins drauf. Das war dann nach Erkundung der Umgebung und anschießendem Abendessen schon ein recht guter Start gewesen.

Der zweite Reisetag stand ganz im Zeichen der Fahrt mit dem Berninaexpress nach Poschiavo. Am Bahnhof von St. Moritz (1775 Meter Höhe) wurde dafür von der in diesem Jahr 100jährigen Rhätischen Bahn extra für die NSUler ein Panoramawagen eingesetzt. Von weitem erkennbar an der elektronischen Leuchtschrift „Reserviert für NSU-Senioren“. Von hier aus führte dann die Strecke durch die Schönheit der kühlen Bergwelt vorbei an Pontresina – Morteratsch – über die Montebellokurve – Bernina Diavolezza – Bernina Lagalb – Ospizio Bernina (2253 Meter) – vobei an den teilweise noch zugefrorenen Seen Lej Nair – Stausee Lago Bianco – Alp Grüm – Cavaglia – nach Poschiavo (1014 Meter). Unterwegs begleitet die „Rote Bergbahn“ mit schrillen Bremsgeräuschen und ächzenden Achsen die Gäste. Obwohl sich bei der Hinfahrt die Sonne als Begleiter wenig blicken ließ, sahen die NSUler dennoch atemberaubende Ansichten auf Viadukte, Brücken, Tunnels, schneebedeckte Berggipfel und Gletscher. Auch heute noch wird unterwegs eine Meisterleistung an Ingenieurkunst deutlich, denn von Chur aus mussten nach Italien 55 Tunnels und 196 Brücken, bei teilweise bis zu 70 Prozent Steigung, den Bergen abgerungen werden. Nach Mittagsrast und Besichtigung von Poschiavo, lugte nun auch die Sonne heraus und plötzlich wurde bei der Rückfahrt nach St. Moritz die Landschaft farbiger.

Am dritten Tag des Engadin-Aufenthalts war zunächst ab dem Hotel am See entlang, eine eineinhalbstündige Wanderung über den Stazer See und dem gleichnamigen Wald, zum Fuß des Muragl-Berghotels, wo die Talstation der Standseilbahn liegt, angesetzt. Unterwegs konnte entlang des Wanderwegs durch Wald und saftigen Wiesen, die Natur pur genossen werden, mit einer Vielfalt von blühenden Hochgebirgs-Bodendeckern, einschließlich intensiv blauem Enzian. Danach stand am Parkplatz auf die Minute genau, schon Chauffeur Ralf zur Weiterfahrt nach Sils bereit. Sils liegt zwischen Silser und Silvaplanersee auf einer Höhe von 1800 Metern. Hier warteten für die Vereinskameraden schon vier Pferdekutschen – dabei sogar ein Fünfspänner – zur Weiterfahrt ins hoch gelegene Fextal. Das war vielleicht eine Gaudi und für manche auch ein gewisser Nervenkitzel. Das Hochtal, das den Gespannen an Steigungen einiges abverlangte, gehört zu den höchstgelegenen ganzjährig bewohnten Tälern der Schweiz. Es endet dann am Fexergletscher, der von einem Kranz von Berggipfeln umgeben ist. Und am Ende des fast verkehrsfreien Tals liegt das Hotel Fex, wo in urigen Räumen für die Neckarsulmer das Mittagsbuffet wartete (alleine 17 Käsesorten). Hier hatte der Seniorenchef - der selbst ein Genießer ist - nicht zuviel versprochen. Nach der willkommenen Stärkung (hoffentlich auch für die stark geforderten Pferde) ging das Ganze wieder nach Sils zurück, wo der Bus wartete. Nach einem kleinen Bummel durch St. Moritz freute man sich später schon wieder auf das Abschluss-Menü im Waldhaus.

Dass die Bruno-Krämer-Reisen es in sich haben, verdeutlichte dann der Abreisetag. Hier ging es etwas früher als gewohnt, vor der eigentlichen Rückreise, noch mit der Stand-Seilbahn Muragl bis auf 2456 Meter Höhe hinauf. Leider war es hier für die Fernsicht nicht zum Besten gestellt. Dennoch genossen die Vereinskameraden nochmals einen grandiosen Blick über das gesamte Ober-Engadin, einschließlich Maloja-Gebiet.

Auf der Rückfahrt Richtung Heimat war dann später ab Chur zunächst aufkommender Regen ein Begleiter. Dieser der verflüchtigte sich aber schon wieder bei der selbst organisierten Mittagsrast, mit zauberhaftem Blick von Schweizer Seite aus auf den Bodensee schon wieder. Bei der Schlusseinkehr in Gronau waren dann auch schon die vier erlebnisreichen Tage wie im Fluge vergangen. Hier wurde mit Lob für das bestens gelungene Erlebnis rund um St. Moritz, für Reiseleiter Bruno Krämer und dazu die Fahrkünste von Zartmann-Chauffeur Ralf Barner, nicht gespart.

 
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