Neckarsulmer Sport-Union weiht Bootshaus neu ein

„Hermann-Härdtner-Bootshaus“ erstrahlt in neuem Glanze

Von Karl-Heinz Leitz



Die Neckarsulmer Sport-Union weihte am 1.12.09  ihr total umgebautes Bootshaus in der Kanalstraße neu ein. Zur Feierstunde hatte die Abteilung Kanu zahlreiche Ehrengäste, die Stadtverwaltung, Handwerker und Spartenmitarbeiter eingeladen. Der Umbau, der einem Neubau gleichkommt, wurde deutlich erweitert und aufgestockt und im alten Bereich saniert. Die Fassade zur Kanalstraße ziert den Namen des ursprünglichen Erbauers von 1972 und früheren Vereinsvorsitzenden der ehemaligen Sportvereinigung, „Hermann-Härdtner Bootshaus“.

Sein Sohn, der heutige Vorstands-Vorsitzende der Neckarsulmer Sport-Union (NSU), Rolf Härdtner, konnte dabei zusammen mit dem Kanu-Abteilungsleiter Günter Löffelhardt zahlreiche Gäste – darunter alleine drei Neckarsulmer Oberbürgermeister - die beiden ehemaligen Dr. Erhard Klotz und Volker Blust und der heute amtierende Joachim Scholz, begrüßen. Geladen waren zur Feierstunde noch Bau-Bürgermeister Klaus Grabbe, etliche Amtsleiter, das Architekturbüro Fischer-Wiedmann, Vertreter der Neckarsulmer Sportförderung und Sporthilfe Unterland sowie die ausführenden Handwerksbetriebe und Spartenmitarbeiter.

Rolf Härdtner Härdtner ging in seiner Rede auf die Geschichte des Baus ein, in dem viel Herzblut stecke. Ab 1950 stand auf dem Gelände eine alte Baracke als Bootsschuppen mit Umkleide und vorsintflutlicher Dusche. Ende der 60er Jahre unter dem damaligen Spartenleiter Rudolf Lehleiter, begann die Blüte der Abteilung. Spitzenfahrer, darunter später auch etliche Olympiateilnehmer, kamen aus ganz Süddeutschland nach Neckarsulm. Im Jahr der Olympischen Spiele 1972 in München, startet man mit dem ersten Bootshaus-Neubau. Rolf Härdtner sagte dazu, dass sein Vater Hermann, der Namensgeber des damaligen Kanuheims, zusammen mit 30 Firmen als Sponsoren, in dieser Zeit sehr viel bewegt habe. Viel zu verdanken habe man bei der Realisierung auch dem damaligen Vereins-Schatzmeister Karl Stibi, - „eine Riesenleistung seinerzeit“ meinte der Vereinsboss. Doch der heutige Umbau sei in der Leistung ebenso einzustufen und ein Beispiel von guter Zusammenarbeit zwischen Planern, Handwerkern und Eigeninitiative. Gut gelungen ist die Umsetzung der Wünsche im Erdgeschoss mit dem Anbau eines lichtdurchfluteten Nebenzimmers für die Gastronomie, Umbau und Modernisierung des Vereinszimmers, dazu Umkleide- und Duschräume. Erweitert wurde noch durch die Aufstockung, wo Platz geschaffen wurde für einen modernen Kraftraum mit einer separaten Umkleide, Duschraum und WC. Neu angelegt wurde auch die Außenanlage einschließlich für die Sommer-Bewirtung und Parkmöglichkeit. Es war insgesamt ein Kraftakt für alle Beteiligten. Das Ergebnis könne sich aber sehr gut sehen lassen, meinte Rolf Härdtner.

Der Abteilungsleiter der Kanuten, Günter Löffelhardt, sprach den Dank der Abteilung aus für das Geschaffene aus. Man könne stolz darauf sein, was hier Positives bewegt wurde. Oberbürgermeister Joachim Scholz gratulierte zum gelungenen Bauwerk und sagte, dass es heute nicht mehr selbstverständlich sei, mit viel eigener Leistung solches zu realisieren. Scholz lobte in diesem Zusammenhang Rolf Härdtner als ein Förderer in allen Bereichen. Nach der Begehung der Räume und Außenanlagen konnte man dann auf die gelungene Baumaßnahme anstoßen und das übrige Bewirtungsangebot kosten.

 
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